Der Klima- und Umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, André Stinka, hat eine Abwrackinitiative für alte Heizungen vorgeschlagen.
Stinka: „Wir haben in Nordrhein-Westfalen über 300.000 Heizanlagen, die älter als 25 Jahre sind. Das belastet unser Klima und die Portemonnaies gerade von Menschen mit niedrigeren Einkommen. Da müssen wir ran!“ Stinka erläuterte, dass das geplante Klimaschutz-Sofortprogramm der Landesregierung ist eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung des CO2-Ausstosses in NRW sei. „Klimaschutz darf aber nicht zu Lasten der sozial Schwächeren gehen. Deshalb ist es wichtig, dass das schon bestehende NRW-Programm zur Verbesserung der Energieeffizienz im Wohnungsbestand bei den Bürgerinnen und Bürger ankommt.
Denn neue Heizanlagen senken nicht nur den CO2-Ausstoss sondern auch noch die sogenannte zweite Miete“ so Stinka anlässlich der anstehenden Verabschiedung des Klimaschutz-Sofortprogramms durch die Landesregierung in Düsseldorf.
André Stinka wies darauf hin, dass das Wirtschaftsministerium 200 Millionen Euro für investive Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Wohnungsbestand bereitgestellt habe. Bislang können diese nur für die Wärmedämmung abgerufen werden. „Dies sollte auch für sparsame Heizungsanlagen gelten. Durch den Austausch eines Standardheizkessels durch einen modernen Öl- uns Gasbrennwertkessel werden rund 25-30 Prozent Energie eingespart. Mit zusätzlicher Solarthermie-Technik sind zusätzliche Einsparungen möglich. Das bedeutet eine spürbare Entlastung bei den Energiekosten der Haushalte, die sich schneller amortisiert als andere Maßnahmen. Wenn es uns gelingt, von den vielen alten Anlagen eine größere Zahl auszutauschen, senken wir außerdem den CO2-Ausstoß erheblich.
„Die nächste Heizungsabrechnung wird für viele Bürgerinnen und Bürger in NRW eine böse Überraschung ergeben. Damit Heizen in Zukunft nicht zum Luxus wird, müssen wir schnell die Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz forcieren“ betonte Andre Stinka.