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SPD-Kommunalpolitiker aus dem Mühlenkreis zu Besuch beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster

Soziales

Rund 70 Mio. Euro für Menschen mit Behinderungen fließen ins Kreisgebiet

Minden-Lübbecke: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit Sitz in Münster ist für viele Politiker und Bürger, die nicht im ständigen Kontakt mit dem Kommunalverband stehen, oftmals ein unbekanntes Wesen. Dabei trägt der LWL dafür Sorge, dass Menschen mit Behinderungen soweit wie möglich ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Er trägt die Kosten für Wohnen, Betreuung und Förderung dieser Menschen. Die Planausgaben für das Jahr 2007 beliefen sich auf insgesamt 1,55 Mrd. Euro und machen rund 75 % des Gesamthaushalts des Landschaftsverbands aus.

Auf Einladung der beiden SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh besuchte nun eine Gruppe verantwortlicher SPD-Kommunalpolitiker aus dem Mühlenkreis das „Westfalenparlament“ in Münster. Im Landeshaus wurde den Besuchern anhand eines aktuellen Informationsfilms zunächst ein Überblick über die Aufgaben des Landschaftsverbands vermittelt.

Neben der Behindertenhilfe umfassen die Leistungen des LWL zudem Aufgaben im Bereich der Psychiatrie und des Maßregelvollzugs. Er führt Förderschulen und engagiert sich in der Jugendhilfe. Die Kulturgüter der Region zu schützen gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich des LWL, wofür zum Beispiel die Glashütte Gernsheim in Petershagen steht.

Im Gespräch mit Dieter Gebhard, Vorsitzender der SPD-Fraktion im LWL und dem 1. Landesrat Dr. Fritz Baur wurden insbesondere die Herausforderungen in der Behinderten- und Eingliederungshilfe diskutiert. Einen großen Teil seiner Aufgaben finanziert der LWL über die sogenannte Landschaftsumlage, die Kreise und kreisfreie Städte zahlen müssen.

Sozialdezernent Matthias Münning erläuterte dabei, dass der LWL für Menschen mit Behinderungen rund 70 Mio. Euro jährlich im Kreisgebiet Minden-Lübbecke aufwendet. Umgekehrt fließen gut 50 Mio. Euro über die Kreisumlage, die von den Städten und Gemeinden zu zahlen ist, zurück an den Landschaftsverband.

„Es ist unseren Bürgern zu verdanken, dass jene Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, mit Hilfe des Landschaftsverbands gefördert werden können“, erklärte SPD-Landespolitiker Karl-Heinz Haseloh. Dabei fließen deutlich mehr Mittel wieder zurück in den Mühlenkreis, als dieser als Umlage an den Landschaftsverband zu zahlen hat.

Auch SPD-Sozialpolitikerin Inge Howe unterstreicht: „Die kommunalen Gelder der Bürger sind gut angelegt in der Behindertenarbeit, im betreuten Wohnen oder den Werkstätten.“

„Einrichtungen wie der Wittekindshof in Bad Oeynhausen und Espelkamp oder die Lebenshilfe in Lübbecke und Stemwede leisten unverzichtbare Dienste“, unterstreicht auch Ernst-Wilhelm Rahe, Mitglied im SPD-Landespräsidium. Zugleich kritisierte er die aktuelle Diskussion darüber, ob die Aufgaben der Behinderten- und Eingliederungshilfen auf die Kreise zu übertragen seien.

„Ein einziger kompetenter Ansprechpartner wie der Landschaftsverband ist wesentlich effizienter und hilfsreicher für die betroffenen Menschen mit Behinderungen.“

Nach dem Gedankenaustausch im Münsteraner Landeshaus besichtigte die SPD-Mühlenkreisgruppe den Erbdrostenhof und die Clemenskirche, hervorra-gende Beispiele der Baukunst des Barockmeisters Johann Conrad Schlaun. Ein anschließender Besuch des Planetariums im Naturkundemuseum, ein Bummel über den Prinzipalmarkt in Münster sowie ein zünftiges Essen im be-rühmten „Pinkus“ rundeten das Besuchsprogramm ab. Der abschließende Dank der Gäste galt dem SPD-Kreistagsabgeordneten Eberhard Bigalke aus Minden, der als Mitglied im 100-köpfigen „Westfalenparlament“ die Organisation des Besuchs vermittelte.

Bildunterschrift:
Sind sich einig, dass der Landschaftsverband unverzichtbare Hilfe für Men-schen mit Behinderungen leistet: Die Besuchergruppe der heimischen SPD-Kommunalpolitiker in Begleitung von Inge Howe, SPD-Landtagsabgeordnete (sechste von Links), daneben Dieter Gebhard, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landschaftsverband, erster Landrat Dr. Fritz Baur und Karl-Heinz Haseloh, SPD-Landtagsabgeordneter
Mit dabei der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Olaf Winkelmann und sein Frakti-onskollege Karl Hermann Hottel aus Bad Oeynhausen (3. und 5. von Links).