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Schule und Bildung

Foto: NW

Löhner und Bad Oeynhausener SPD informieren sich über Gemeinschaftsschule

Löhne (nw). "Die Gemeinschaftsschule - Gleiche Chancen für alle und wohnortnah!" war das Thema einer Veranstaltung, zu der die SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe und Angela Lück nach Hille eingeladen hatte. Die Landtagsfraktion stellte sich mit ihren Vertreterinnen vor Ort Eltern, Lehrern und Kommunalpolitikern zu diesem Thema. Darüber berichtet die SPD in einer Pressemitteilung.

Mit der stellvertretenden schulpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Marlies Stotz, und Ministerialrat Ulrich Thünken von der Projektgruppe Gemeinschaftsschule im Ministerium für Schule und Weiterbildung waren Fachleute vor Ort.

So konnten auch Vertreter der Löhner und Bad Oeynhausener SPD-Fraktionen für ihre Diskussion in den Kommunen Informationen mitnehmen. Die beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Olaf Winkelmann und Wolfgang Böhm waren sich nach der Veranstaltung einig: "Die Kommunen entscheiden in Eigenverantwortung über Ziel und Richtung. Das ist gut und richtig und zwingt uns nicht zu einer ungewollten Entscheidung."

Somit hätten die beiden SPD-Fraktionen genug Gelegenheit, das weitere Vorgehen in Ruhe zu diskutieren, wenn entsprechend Erfahrung gesammelt worden ist. Ulrich Thünken rechnet schon mit einer sehr starken "zweiten Welle" von Anträgen nach den ersten 17, die bald eine Änderung des Schulgesetzes notwendig machen würde: "Noch sind wir aber in einem Versuch."

Einige Inhalte wurden deutlich. Ziel der Gemeinschaftsschule sei es, Bildungswege länger offen zu halten und mehr Schüler zu höheren Abschlüssen zu führen. Damit reagiert sie auf das veränderte Elternwahlverhalten und soll die Abhängigkeit des Bildungsaufstiegs von der sozialen Herkunft aufbrechen. Zugleich biete die Gemeinschaftsschule den Kommunen bei zurückgehenden Schülerzahlen die Möglichkeit, ein wohnortnahes umfassendes Schulangebot unter Einbeziehung auch gymnasialer Standards.

Ulrich Thünken machte einige Standards klar: Die Gemeinschaftsschule entsteht in der Regel durch die Zusammenführung bestehender Schulen Der Unterricht erfolgt in den Klassen 5 und 6 in integrierter Form.

Für die 7. Klasse oder später entscheiden die Schulen, ob die Kinder weiter gemeinsam oder nach schulformspezifischen Bildungsgängen getrennt unterrichtet werden. In der Gemeinschaftsschule können alle für die Sekundarstufe I vorgesehenen Abschlüsse erreicht werden.

Für eine Gemeinschaftsschule sind vier Parallelklassen pro Jahrgang wünschenswert, mindestens erforderlich sind drei Parallelklassen..

Marlies Stotz erläuterte, dass für einen Antrag auf die Teilnahme am Schulversuch eine aktuelle Schulentwicklungsplanung einschließlich vorangegangener Elternbeteiligung nötig ist. Die Schulentwicklungsplanung muss auch eine überregionale Abstimmung mit den Nachbarkommunen enthalten. Für Angela Lück heißt das: "Wer die Schule will, der muss auch eine Menge Vorarbeit leisten und somit muss die Entscheidung bewusst erfolgen."

Ob Löhne und Bad Oeynhausen mit ihren Bildungsangeboten überhaupt für die Gemeinschaftsschule in Frage kommen, das werde nach Meinung der heimischen SPD-Politiker die Diskussion ergeben.

Quelle: NW vom 29.01.2011