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Landtagsabgeordnete erörtern regionale Arbeitsmarktsituation

Arbeit und Wirtschaft

Arbeitsmarktgespräch der Landtagsabgeordneten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh


Kreis Minden-Lübbecke: Über die aktuelle Entwicklung des regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes informierten sich die beiden SPD-Abgeordneten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh in einem gemeinsamen Gespräch mit Dr. Amin Barthel, Leiter der Herforder Arbeitsagentur und Thomas Fischer, neuer Geschäftsstellenleiter in Minden.

Während sich der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Herford weiterhin positiv entwickelt und die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen, insbesondere auch der Jüngeren unter 25 und Älteren über 50, stetig sinkt, entspanne sich die Lage auf dem heimischen Ausbildungsmarkt nicht, erfuhren beide Abgeordnete.

Dr. Amin Barthel und Thomas Fischer lobten die gestiegene Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen vor Ort, allerdings könne aufgrund der weiterhin hohen Schulabgängerzahlen in OWL noch keine Entwarnung gegeben werden. Zwei Jugendliche müssten im Agenturbezirk Herford weiterhin um eine Stelle konkurrieren.

„Angesichts des teilweise schon vorhandenen Fachkräftebedarfs sollte in das Potenzial der jungen Menschen investiert werden“, erklärten die beiden heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh. Unverändert gilt die Devise: Jedem Jugendlichen ein Angebot und das sollte möglichst eine betriebliche Ausbildungsstelle sein. „Um einen Marktausgleich zu schaffen sind daher weitere Anstrengungen erforderlich“, bekräftigte auch Dr. Barthel.

Der aktuelle Fachkräftebedarf, gerade im Bereich der Pflege, wurde durch Howe und Haseloh ebenfalls angesprochen. Dabei waren sich beide Parteien einig: Die Qualifikationen der Arbeitsnehmer sind heutzutage von hoher Bedeutung und notwendiger denn je. Die Agentur für Arbeit Herford möchte mit gezielten Maßnahmen ihren Beitrag dazu leisten und aktuelle Entwicklungen in zukünftigen Fortbildungsplanungen berücksichtigen.

Des weiteren wurden Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Umsetzung des Sozialgesetzbuch Zweites Buch in den ARGEn erörtert. Dr. Armin Barthel erhofft sich bei der Reform eine rasche Lösung. Im Sinne der Beschäftigten und der betroffenen Bürger müsste eine tragfähige und einvernehmliche Lösung entwickelt werden. Dabei sollten die Kompetenzen beider Partner hinreichend berücksichtigt werden. „Die Betroffenen dürfen keineswegs unter der gesetzlichen Umstellung leiden“, betonten sowohl die Abgeordneten als auch der Leiter der Agentur für Arbeit Herford.

Howe und Haseloh sicherten zu, die Gespräche mit der örtlichen Arbeitsmarktagentur weiter fortzuführen.

Bild: Arbeitsmarktgespräch: Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh zusammen mit Dr. Armin Barthel, Leiter der Agentur für Arbeit Herford und Thomas Fischer, Leiter der Geschäftstelle Minden.