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Quelle: Landtag NRW

Bad Oeynhausener Abiturient Marcel Bengs bereits zum zweiten Mal beim Jugend-Landtag aktiv

Bad Oeynhausen/Düsseldorf. Landes-Politik zum Anfassen. Zum dritten Mal verwandelte sich der nordrhein-westfälische Landtag in eine große politische Probebühne für Jugendliche. Drei Tage lang schlüpften die 181 Teilnehmer vom 7. bis 9. Oktober in die Rolle der Abgeordneten. Unter ihnen der Bad Oeynhausener Abiturient Marcel Bengs.

Bengs, der auch in seiner Funktion als Präsident der Bezirksschülervertretung teilgenommen hat, war bereits zum zweiten Mal dabei. "2009 als Teilnehmer und dieses Jahr als Helfer", erzählt der 19-Jährige. Und für 2011 hat sich der Bad Oeynhausener, der im kommenden Sommersemester ein Jurastudium in Münster aufnehmen will, schon angemeldet. Als Teilnehmer war auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe übrigens auch Lars Backhaus aus Porta Westfalica in Düsseldorf dabei.

Eröffnet wurde der Jugend-Landtag von Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg (CDU). Auch mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) boten sich Möglichkeiten zum Gespräch. "Es gab reichlich Gelegenheit, mit Ministern in Kontakt zu kommen", erzählt Bengs.

Während einer Plenarsitzung des Jugend-Parlaments nutzte Marcel Bengs beispielsweise die Gelegenheit und diskutierte "bestimmt 30 bis 40 Minuten lang" mit Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). "Wir haben über die speziellen Probleme im Kreis Minden-Lübbecke gesprochen", berichtet Bengs.

Und über die Tatsache, dass die Schulen seit Jahren ausgesprochene Probleme hätten, Lehrerstellen zu besetzen. "Frau Löhrmann hat mir versprochen, dass sie sich mit der speziellen Situation im Mühlenkreis beschäftigt."

Als Helfer des dritten Jugend-Landtags hatte Marcel Bengs zunächst die Aufgabe, den jugendlichen Teilnehmern die Formalien zu erläutern und die Fraktionssitzung zu leiten bis die jeweilige Fraktion geschäftsfähig war. Denn: Die Beschlüsse der Jugendlichen stehen bald in den Ausschüssen des echten Landtags auf der Tagesordnung.

Die Fraktionen im Jugend-Landtag sind in gleicher Stärke vertreten wie die Parteien im realen Landtag. "Der Jugend-Landtag NRW ist kein Rollenspiel wie beispielsweise das Jugendparlament des Bundestags", erläutert Bengs.

Mit den Anträgen der Jugendlichen müssen sich die Landtagsabgeordneten beschäftigten. Der Jugend-Landtag hat sich beispielsweise mit einem Eilantrag der Grünen befasst, in dem es um die Einführung von ökologisch produziertem Papier und die Reduzierung der Zettelanzahl in den Blöcken geht. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Auch den Eilantrag der FDP "Schulden von heute zu Lasten von morgen" wurde nach einem erfolgreichen Änderungsantrag der Linken (Einnahmenseite des Landes muss gestärkt werden) angenommen.

Außerdem befasste sich der Jugend-Landtag mit einem Antrag zum Ehrenamt. Demnach soll es künftig einen einheitlichen Ehrenamtspreis auf Landesebene geben.Wie im wirklichen politischen Leben war der Jugend-Landtag nicht nur Arbeit, sondern auch Vergnügen. Denn am Freitagabend waren alle Teilnehmer und Helfer zum Parlamentarischen Abend in den Landtag eingeladen.

Quelle: Neue Westfälische vom 15.10.2010