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Ute Schäfer: Initiative gegen Sitzenbleiben ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

Schule und Bildung

"Die gemeinsame Aktion der Lehrerverbände und des Landes zur Reduzierung der Sitzenbleiberquote ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Er war längst überfällig, weil die Zahl der Sitzerbleiber nach dem Regierungswechsel angestiegen ist und jährlich rund 60.000 Schülerinnen und Schüler nicht versetzt werden.

Mit dieser Initiative ist aber auch das Eingeständnis seitens der Schulministerin verbunden, dass ein bloßer Satz im Schulgesetz, nachdem die Versetzung der Regelfall ist, die Schulrealität ebenso wenig verändert hat wie die Vergabe von Gütesiegeln", erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, anlässlich der heutigen Pressekonferenz, in der Schulministerin Sommer mit Vertretern der Lehrerverbände ihre auf 300 Projektschulen abzielende Initiative vorstellte.

Offensichtlich sei die im August 2007 eröffnete 'Offensive gegen das Sitzenbleiben' des Schulministeriums ein Reinfall gewesen, stellte die SPD-Bildungsexpertin fest.

Fraglich sei, ob die nun in dem Projekt vorgesehenen 0,3 Stellen, die zusätzlich pro Schule vorgesehen sind, wirklich ausreichen werden, ergänzte Schäfer. "Die Landesregierung hat angekündigt, innerhalb von fünf Jahren die Zahl der Sitzenbleiber zu halbieren. Wir haben im Land rund 2.000 weiterführende Schulen; mit dem Modellprojekt werden aber nur 15 Prozent erreicht. Wenn wir das Problem ernsthaft angehen wollen, muss mehr passieren."