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Landtags-CDU sagt Nein zur gymnasialen Oberstufe an Gesamtschulen

Schule und Bildung

"Allen Lippenbekenntnissen zum Trotz wird Zukunft der Gesamtschule in Frage gestellt!"

Minden-Lübbecke: Seit Monaten fordert die FDP im nordrhein-westfälischen Landtag die Abschaffung der Oberstufen an den Gesamtschulen, weil angeblich vierzig Prozent der Schülerinnen und Schüler an den Gesamtschulen das Abitur nicht bestehen und die Abschlussnoten systematisch über die Vornoten geliftet werden.

"Dieser Verdrehung der Fakten über die Leistungen der Gesamtschulen haben sich am Donnerstag im Landtag leider auch die Abgeordneten der CDU angeschlossen", berichteten die SPD-Abgeordneten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh aus Düsseldorf.

Howe (SPD): "Anstatt sich an die Seite der Jugendlichen, Eltern und Lehrerschaft zu stellen haben es ausnahmslos alle CDU-Abgeordneten in namentlicher Abstimmung abgelehnt, sich eindeutig zum Bestand der gymnasialen Oberstufe an den Gesamtschulen zu bekennen und die Arbeit der gymnasialen Oberstufen an den Gesamtschulen zu garantieren".

"Die Forderung nach einer Abschaffung der Gesamtschuloberstufen ist unverantwortlich, kritisierte auch Haseloh (SPD). "So wird man der Herausforderung an unser Bildungssystem, flexible Bildungswege für alle Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen und Bildungschancen für alle möglichst lange offen zu halten, nicht gerecht."

Eine wissenschaftlich fundierte Umfrage der Gesamtschulverbände, die alle Regionen und Gesamtschulstandorttypen umfasst, belegt eine Erfolgsquote an den Gesamtschuloberstufen von neunzig Prozent. 71 Prozent der Schüler erreichen das Abitur, nur zehn Prozent erreichen keinen höherwertigen Abschluss.

Howe und Haseloh: "Die Gesamtschule bietet gerade Bildungsaufsteigern im gegliederten Schulsystem eine wichtige Möglichkeit, Abschlüsse der Sekundarstufe II zu erwerben." Vor dem Hintergrund dieser Fakten sei eine Abschaffung der Gesamtschuloberstufe "unverantwortlich".

"Mit ihrem Nein zur gymnasialen Oberstufe an den Gesamtschulen haben sich die CDU-Abgeordneten zum Steigbügelhalter einer beispiellosen Diffamierungskampagne gemacht", kritisieren Howe und Haseloh.

"Damit stünden auch die Gesamtschulen bei uns im Kreisgebiet in Bad Oeynhausen, Minden, Hille, Hüllhorst und Porta Westfalica zur Disposition."