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Junge Leute profitieren vom Aufschwung

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SPD-Abgeordnete Inge Howe und Stefan Schwartze beraten mit Herforder Arbeitsagentur die aktuelle Arbeitslage

Vlotho/Kreis Herford (va). Die aktuelle Entwicklung des regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes war Thema des gemeinsamen Arbeitsmarktgesprächs von Inge Howe, SPD-Abgeordnete des NRW-Landtages, und Stefan Schwartze, dem heimischen SPD-Bundestagsabgeordneter. Beide trafen sich mit der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Herford.

In der Geschäftsstelle Bad Oeynhausen berichteten Klaus Meister, Geschäftsführer der Herforder Arbeitsagentur, und Dirk Oberwetter, Geschäftsstellenleiter in Bad Oeynhausen, über die aktuelle Situation am Markt: Besonders erfreulich dabei: Nach einem harten Jahr der Wirtschaftskrise beginne die gute konjunkturelle Entwicklung positiv auf den heimischen Arbeitsmarkt zu wirken.

Ausbildungsbereitschaft der Betriebe steigt

Mit der Herbstbelebung und der gestiegenen Nachfrage nach Fachkräften sinkt die Arbeitslosigkeit. Vom wirtschaftlichen Aufschwung profitierten in den vergangenen Monaten vor allem junge Arbeitslose. Sie fanden, nachdem sie zunächst von der Krise überproportional betroffen waren, wieder einen Arbeitsplatz. Auch ihre Übernahmechancen nach Abschluss ihrer Berufsausbildung verbesserten sich.

Das Bewusstsein der Unternehmen für die Fachkräfte der Zukunft zeige sich auch in der gestiegenen Ausbildungsbereitschaft der Betriebe. Der Herforder Arbeitsagentur wurden bis zum Ausbildungsbeginn über 16 Prozent mehr Ausbildungsstellen zur Vermittlung zur Verfügung gestellt, als ein Jahr zuvor. Doch die Absicht allein schaffe noch keinen Ausgleich auf dem Ausbildungsmarkt, betonten die Abgeordneten: "Die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler bleiben bei der Ausbildungsstellensuche nach wie vor auf der Strecke. Wenn die Unternehmen in den nächsten Jahren allerdings qualifizierte Arbeitskräfte benötigen, sind sie schon heute gefordert noch mehr in Ausbildung zu investieren." Dazu gehöre es auch, benachteiligten Jugendlichen eine Chance für den Berufseinstieg einzuräumen, betonte Inge Howe.

Klaus Meister bot allen Betrieben, die motivierten jungen Leute diese Chance einräumen würden, jederzeit Unterstützung an. Ein gutes Instrument seien die ausbildungsbegleitenden Hilfen für Jugendliche, die in der Ausbildungstheorie nicht die Stärksten wären. Von Beginn an könnte der Erfolg der Ausbildung mit dieser Förderung gesichert werden. Dirk Oberwetter ergänzt: "Mit Beitragsgeldern werden Programme ins Leben gerufen, die Jugendlichen, ebenso wie erwachsenen Arbeitslosen, die Integration in Arbeitsleben erleichtern." Die Initiative zur Flankierung des Strukturwandels - kurz "IFLAS" - sei beispielsweise ein speziell eingerichtetes Sonderprogramm, um dem drohenden Fachkräftebedarf entgegen zu wirken.

Mit diesem Programm wurden im Jahr 2010 bisher 525 Menschen, zumeist ohne Ausbildung, gefördert. Sie erwerben in den nächsten zwei Jahren einen Berufsabschluss vornehmlich in den Zukunftsbranchen Metall und Pflege.

"Stimmungslage ist gestiegen"

"Nur so und gemeinsam mit allen Akteuren am Arbeitsmarkt bereiten wir uns auf die wirtschaftlichen Herausforderungen in unserer Region vor. Und nur so gelingt es OWL zu stärken und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Standorten zur erhalten und zu behaupten", bekräftigten Abgeordnete und Arbeitsagentur.

Klaus Meister zieht insgesamt ein positives Fazit: Die Einstellungsbereitschaft und die Stimmungslage aller Unternehmen im Bezirk sei positiv zu bewerten. Allerdings bereite ihm die Küchenmöbel- und Kunststoffindustrie noch ein wenig Sorge. Die Abgeordneten und die Herforder Agentur für Arbeit vereinbarten diesen arbeitsmarktpolitischen Austausch, im Sinne des wirtschaftlichen Fortkommens der Region, regelmäßig fortzusetzen.

Bildunterschrift:

Zu einem Arbeitsmarktgespräch trafen sich (v. l.) Klaus Meister, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Herford, Stefan Schwartze, SPD-Abgeordneter des Bundestags aus Vlotho, Inge Howe, SPD-Abgeordnete des Landtags NRW, und Dirk Oberwetter, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Bad Oeynhausen

Copyright © Vlothoer Anzeiger 2010
VA vom 15.12.2010