
Chancengleichheit als zentrales Thema im Bürgerzentrum
Minden (mt/ani). Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Mindener BÜZ zum Weltfrauentag 2012. Von dem Motto "Heute für morgen Zeichen setzen" fühlten sich offenbar auch viele jüngere Frauen angesprochen.
Auch Frauen mit Migrationshintergrund, Politikerinnen, Geschäftsfrauen und Arbeitnehmerinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen waren zu der Veranstaltung gekommen. "Mit dieser Resonanz hatten wir nicht gerechnet, denn das 100-jährige Jubiläum des Internationalen Frauentags im Jahr 2011 brachte schon einen Publikumsrekord. In diesem Jahr sind aber genauso viele Frauen gekommen und es gab viele neue Gesichter dabei", berichtet Anne Braszeit, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Minden, die zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) jährlich diese Veranstaltung organisiert. Die Landtagsabgeordnete Inge Howe war Gastrednerin des Abends und sprach zum Thema "Chancengleichheit für Frauen? - Die richtigen Zeichen setzen". Sie berichtete aus dem ersten Gleichstellungsbericht der Landesregierung NRW und benannte die Schwerpunkte der aktuellen Frauen- und Gleichstellungspolitik in NRW.
Spaß mit Kabarettistin Monika Hintsches
Hierzu gehören insbesondere ein gesetzlicher Mindestlohn für Frauen und Männer in Verbindung mit einem Gesetz zur Entgeltgleichheit und zu sozial abgesicherten Arbeitsverhältnissen. Des Weiteren sollen eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte und ein Gleichstellungsgesetz für die Aufstiegschancen von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft vorangebracht werden. Weitere Schwerpunkte sollen gesetzt werden beim Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, bei Betreuungsmöglichkeiten für Pflegebedürftige, der Vereinbarkeit Familie-Beruf und bei der Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes von NRW.
Anschließend begeisterte die Kabarettistin Monika Hintsches das Publikum mit ihrem Programm "Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist". Sie bot so gute Unterhaltung, dass sie erst nach mehreren Zugaben die Bühne verlassen konnte. "Insgesamt war dieser Veranstaltungsabend wieder einmal ein Erfolg für die Frauen, die daran beteiligt waren", so Anne Braszeit. "Dass sich dieser Erfolg bereits seit mehr als zehn Jahren hält, spricht für die Aktualität der Themen des Internationalen Frauentages und für das, was Mindener Frauen daraus machen."
Auf jeden Fall soll die Veranstaltung im nächsten Jahr fortgeführt werden.
Quelle: MT online vom 14.03.2012
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Rede von Inge Howe