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Auf nach Düsseldorf: Futter für den Petitionsausschuss

Presse

Schwerte. Auf Besuch darf sich am kommenden Dienstag Inge Howe in Düsseldorf einstellen: Der Ergster Michael Wilczynski überreicht der Vorsitzenden des Petitionsausschusses knapp 1000 Unterschriften von Motorradfahrern, die sich gegen die Wochenend- und Feiertag-Sperrung der B 236 aussprechen.

Das könnte, wie schon die Demonstration am 10. Mai am Ergster Ortsausgang, eine größere Veranstaltung werden. Seinerzeit hatten mehr als 500 Motorradfahrer ihre Maschinen auf dem JVA-Parkplatz abgestellt und waren über die B 236 zur so genannten Applauskurve gepilgert. Dort hatten sie ihrer Forderung zur uneingeschränkten Nutzung der Bundesstraße zwischen Ergste und dem Schälk Nachdruck verliehen. Auch diesmal ist Wilczynskis Tour bereits übers Internet kommuniziert. Begleiten werden ihn in jedem Fall der Vorsitzende des Bundesverbands der Motorradfahrer, Michael Lenzen, sowie ein Vertreter der Biker-Union: „Mal sehen, wer noch kommt”, lässt sich der Ergster noch nicht allzu tief in die Karten schauen, verrät aber, dass an der Rheinknie-Brücke eine Art zweiter Sammelpunkt sein wird. Auch am Landtag wird der Initiator der Aktion „Freie Fahrt auf der B 236” nicht allein sein: SPD-Landtagsabgeordneter Wolfram Kuschke hat sein Beisein angekündigt, sein CDU-Pendant Gabriele Kordowski ist laut Wilczynski auch informiert, habe sich sich aber bis gestern noch nicht geäußert.

Im Petitionsausschuss selbst, hat der Ergster bislang erfahren, soll sein Begehren am 16. Juni beraten werden. Die Chancen schätzt er 50:50 ein: „Es gibt Verwaltungsgerichtsurteile aus anderen Bundesländern, die besagen, dass Bundesstraßen eben zum Fahren da sind und nicht zum Sperren.”

Hilfe von der Stadt Schwerte, in deren Diensten Wilczynski bekanntlich steht, darf der Ergster eher nicht erwarten. In Abstimmung mit der Unfallkommission war Schwerte als die Behörde auserkoren worden, die letztlich die Sperrung anordnete. Weil der Großteil der Strecke über Schwerter Gebiet führt, Iserlohn weniger, Hagen fast gar nicht betroffen ist.

Vielleicht Volllsperrung

Aus der Straßenverkehrsbehörde im Rathaus hieß es, dass die Stadt „auf keinen Fall” eine Wiedereröffnung der Straße anordnen werde. Die Verkehrssicherheit stehe im Vordergrund. Wenn sich die Unfallzahlen mit Motorrädern an Wochenenden reduzieren - wovon bei einer Sperrung wohl auszugehen sein dürfte -, dann gebe es keinen Anlass dafür. Umgekehrt würde ein Schuh draus: Falls sich die Unfallzahlen unter der Woche dramatisch häufen, dann sei sogar über eine Vollsperrung des Streckenabschnitts für Motorräder nachzudenken.

Aus: DerWesten vom 04.06.09