
Barbara Steffens antwortet zum Thema Rettungsdienst
Bad Oeynhausen (juk). Auf Hilfe aus Düsseldorf können die Johanniter nicht bauen. Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat gestern ihre Sicht zur Zukunft des Rettungsdienstes in Bad Oeynhausen erklärt. In ihren Briefen an SPD-Landtagsabgeordnete Inge Howe, die das Schreiben gestern an die Ratsfraktionen weiterleitete, und Johanniter-Vorstand Ralf Bröenhorst skizziert sie keinen dritten Weg, der an einer europaweiten Ausschreibung oder der Kommunalisierung des Dienstes vorbeiführen würde.
In der Ratssitzung, die heute, Mittwoch, um 17 Uhr im Saal des Rathauses beginnt, soll die Entscheidung über eine Neuordnung des Rettungsdienstes fallen. Den Vertrag mit den Johannitern hatte die Stadt Ende März gekündigt. „Dass dieser Vertrag rechtswidrig war, sieht auch die Ministerin so“, sagte. Inge Howe gestern zur NW.
Die Verwaltung favorisiert nun zum nächsten Jahr die komplette Übernahme des Dienstes in die Hände der Stadt, die „Kommunalisierung“. Bislang teilen sich Johanniter und Feuerwache die Aufgabe. Die Johanniter fahren etwa 9.000 Einsätze pro Jahr in Bad Oeynhausen, die städtische Wache rund 7.000. Mit der Kommunalisierung wären die Johanniter aus dem Geschäft, bis zu 30 Arbeitsplätze stünden nach Angaben der Johanniter auf dem Spiel.






