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Wahlfreiheit für G9 nimmt Überdruck aus dem System

Schule und Bildung

Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt die rasche Umsetzung der Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag, den Gymnasien bereits zur Anmeldung zum kommenden Schuljahr eine Wahlmöglichkeit zwischen der acht- und neunjährigen Schullaufbahn zu geben.

Mit der mangelhaften Einführung von G8 wurde der Druck in der Sekundarstufe für die Schüler und Schülerinnen deutlich erhöht. „Es ist deshalb dringend erforderlich, dass wir den Schulen die Option geben, eine alternative Organisationsform zu wählen, wo die Schulkonferenz dies wünscht“, kommentiert Renate Hendricks den jetzigen Schulversuch.

Mit der jetzigen Wahlmöglichkeit stellen wir den Schulen frei, sich aktiv für einen G8- oder G9-Bildungsgang zu entscheiden. Damit können Schulen dort reagieren, wo das sog. Turbo-Abi zu übermäßiger Belastung der Schülerinnen und Schüler führt. Eine gesetzliche Regelung mit Wirkung zum Anmeldetermin für das kommende Schuljahr ist aus Zeitgründen nicht möglich.

Gleichzeitig setzt sich die SPD jedoch dafür ein, für alle Schüler und Schülerinnen eine Verbesserung der Lernbedingungen zu erreichen. Dazu sollen die Schulen aktiv dabei unterstützt werden, die Lernbedingungen, die Unterrichtsentwicklung und die Rhythmisierung des Schulalltags im Sinne der Schüler und Schülerinnen zu optimieren. Ein weiterer Ausbau des Ganztags, eine Verbesserung der räumlichen Arbeitsbedingungen gehörten ebenso dazu wie die verbesserte Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen, Musikschulen sowie den Kirchen.

Der Schulversuch G9 soll auch Klarheit darüber schaffen, ob der Schulerfolg von Schülerinnen und Schülern in G9 messbar größer als im G8 ist. Angesichts der bundesweiten Diskussionen um G8 wird dieser Schulversuch auch für andere Länder des Bundes von Interesse sein. Nicht zuletzt deshalb wird der Schulversuch wissenschaftlich begleitet werden.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass ein Beirat beim Schulministerium die notwendigen Vorschläge in der Ausgestaltung G8/ G9 erarbeitet und den Prozess begleiten wird“, so Hendricks.