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Reform des Schulsystems - Eltern und Kommunen stimmen mit den Füßen ab

Landespolitik

Ute Schäfer hebt hervor, die Eltern wehrten sich gegen ein dreigliedriges Schulsystem, das ihre Kinder mit neun Jahren auf unterschiedliche Schulformen sortiert.

Als "Rebellion der Kommunen gegen die verfehlte Schulpolitik der Landesregierung" wertete die stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion, Ute Schäfer, die einstimmig mit den Stimmen der CDU getroffene Entscheidung des Rates der Gemeinde Ascheberg für die Gründung einer Gemeinschaftsschule.

"Eltern und Kommunen stimmen mittlerweile mit den Füßen ab. Sie wehren sich gegen ein dreigliedriges Schulsystem, das ihre Kinder mit neun Jahren auf unterschiedliche Schulformen sortiert. Sie wollen stattdessen ein wohnortnahes Schulangebot mit längerem gemeinsamem Lernen, das allen Kindern alle Chancen eröffnet. Während Ministerpräsident Rüttgers und seine Schulministerin den Elterwillen und die Gutachten von Wissenschaftlern aus parteipolitischem Kalkül systematisch missachten, haben die Kommunen die ideologischen Scheuklappen längst abgelegt.

Sie setzen Rüttgers Ständedenken vergangener Jahrhunderte politische Vernunft und pädagogischen Sachverstand entgegen, indem sie dem Willen der Eltern und den Empfehlungen von Bildungsforschern entsprechen", erklärte Schäfer.

Diese schulpolitische Entwicklung in den Kommunen sei nicht mehr aufzuhalten. Bereits heute gebe es eine lange Liste von Städten und Gemeinden in Nordrhein- Westfalen, die neue Gesamtschulen oder Gemeinschaftsschulen gründen wollten. "In Zukunft aber wird sie noch länger werden", prophezeite Schäfer.